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Urkunden der Blemmyer

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  tsxrrarr oe ra LMonrque a Lggpt?. Tome XLIII, No.85, 1968 BRUXELLES1968 i:  ric\'PTE cnEco-norr r\E Urkunden der Blemmyer üs einer recht unklären Qüelle r) ist in der ,\chtzjgeriahrend€s lsrcen Jahrhunderts eine Reihe von Urkunden bleü--_nyischer Flerkunlt auf uos geholnmen. Drei davon belindensich n Kairo : Ä.all ( ) l. Il. lli, in gricchischcr Sprache; nsgesamtneun sind in Berlin aulbewaht, dävon sind sieben publjz:ji-tt: BGU795. 196. '97 (3), BliU (1) 360 nr griechisoher prache ü d BÄU 350.:;g. ed i" kopLischer Spraohe. Die beiden resuichen, tr griechi-scher Sprache abgelasst, seien im folgenden üitgeteilt (').Die blel]xnyische Herliunlt ergibt sich nus Irdll l, eiüem Dek.etvon Clrarächau, aoi.io'.roe ruv Bileplor; wn ahnlichül Charak-ter isl Ärdll II. - -BliU 350 ist eine Freilassüngsurhunde, lle übrigen sind Schüldurhunden. Die Zusaamengehörigkeit ller zwö]i Ur-kunden ergüt sich erslens daraus, dass dic Personennamer sie sindnur zum eeriDgsten eil grieclrisch oder ägyptisch/koptisch) icil 1.ic1-fach wiederholen eun der Urkunden, griechische nd koptische,siammetr vor demselben Schreiber, SansEös ' zweiteDs aus derldentität des Schreilmäterials leines, helles Leder, ällgcmein als (1) vgl, J, KiÄLL, Beittäga I Geschichte et ,itnrcf nd Nuöier, Vien 1900,S, 1, zu der Kairener lexten: 'Sic slnal nach Baille|- tnd Emil Brugsch's rijt-thcilnngcn 1a3? von Gr{blut einem llellacher bci Gclolein lür das luseu"r in Gizeh alrgekauft voder,. Für die Berline. Terle eristicrcn keinerlei Ilerliunfts-aneaben, alre. es ist sDzunehmen, dass si. au dc eleichen Que11e trmneL(2) A,a.O. I und II scho von BdrLL.r pubtiziert iD .4.cd..i ti. dds Tnsd.iPlions.I Belles Lettles, CatuPtes-endus, 888, S. 326 336; llle drei Teite atrc ia S' s-;E r. Studien:u Paid..gfdPhie und PaPsruskünde 11, Leipzig 1904 N.- 132. 133.13J) uDt{r Bedclsichtigu 8 der Bedchtiglngen, so1\ie te. Lesunget ron 11'rc(ENin Arctriü iir Poplt.uslüschan? Gl]'4 1 (1901), S il19, Änn 1 ; Nr. I a cn, sitslclliclrem ltommcnia., in lllrrErs u.d \{ILcr N, C.undtüge rnd Chj6tanalnieder Paplrusknde I, 2, l-eitziS 1012, s. 13 {Nr. ?).(3) -\uch lon wtrssErt a.a.O. ricde.gegeben (Nr' 129 130 131) hetrte nrOs Bedin (rIuseürnsinsel)-(.1) {r, I'rl. d. d. Staatl. iJtüsth Btttin, }iaptische L:rtdnddn III, 1, Berlin1C67 ({_est Be.lher Te\te)(5) Fleute ir Ost'8erlin. I.h dalhe lle..n Dircklor \1.lfgarg llÜrrtn lü.dic lreundliclre Erlauli.is zu Publizierung, s.\ric ihtn trnd Hern Günle. P..rtIElilr ausgez€ichrele Photog.aplieL lle..n Her\tig IIi. LE (\riest_ae in) dankelch tür seine iuhdiSe l-liüe bei Enlziffenng und Dentung 126  URKUNDEN DER BLEMII..ER cazelenleder beschrieben. Die Sprache der Texte ist in dem einenFall ein abenteuerliches, ffeEsichtlich aum versiandenes Griechisch,im anderl ein recht gutes Sddisch-Koprisch.Keine der Urkundcn ist absolut drtiert (nach Indiktionsjährcnsind es die meisten). Aus paläogräphischen nlnden mÖchte mänetwa den Anlang des 6. Jhs als Ertslehungszeit annehmen r) DiesisL auch die Zeit, da erstmais Noiare bekarnt serdell, die so$ohl i criechisch äls auch in Koptisch ihre Urkunden verrassen '). Wasden EnisLehungsort etrifft, so schwanken die eidungen zwischender Urngebune on Gebelön 3), dem nördliehen Grenzgebiet es NLr-bierlardes a) und dem südlichen Nubien (5) denn der einzige er-haltene OrLsname, ie Insel Tanarc oder Temsb l{.üll I. II), konnte n tkeinen behnnten Ort mit Sicherheit dentifiziert werdenText 1.P. B€ro1.8980: Leder, Höhe 21,5 cm, Breile 25 cm. Im Fornatvollständig, die Schrift ist jedoch viellach gänz oder teilweise ver-schwunden. Aus dcn Atzspuren m Leder kann imne.hin noch vie-1es gelesen welder.D€r Inhalt: Ein Ösian bestätigt einem ose eine Schuld von 21cotdsolidi.t y,2 l1ö.t 'Qoßv ooi "QoeXADooü. otud ptix Ld e'ixoolaiaoeo ytl 7p. t xö pow xa) ,aJra 6d" 0( i\.d....tto'.. po'l ;Pü: xd't.pX(au:tot\5 aapa'Xö uol bALal)ep..1. ndad dan. - 3. leddaPd(1) vgl. Knali, r.a.O-, S, 25; ftrc(lN, {.aO. S '118; Mlrrrxs lYLcnEN(2) vgl A, SrlrNeENrEi, Das Re.hl tlr koptitchen Ürkunden l,: Ilandbuchde. -{lfrfl,nsoissln.dldll 10, ,1, 2), Mürcrren 1955, S, 11(3) (na r, a.a.o., s. 8.{4) w Lcr N, a. .O., S. 419. Annr. 1; Illrrxts \\'Ir.RnN, aao i agl. aucnIi^ÄrL in wi.,ar zdlrs.nf.l. d, Kunde d- üsentonde.14 (1 00),s.233-212i \\rL-cKE:' itt ,{P]r lI (1903), S. 386.(5) BarLLEa, .a.o. 127  EGI'PTE CRICO.HO]I.\I\E E.".di [oroL-/.€i pol] I.;),1 ap64.daaL\ fi+ öi ipan i?tdra?ot) 4aGEi) pr(ti) @an)pr Eirö(.xrkyo,) 6< Ich, Ösian (?), habe (von) dir, Ose, Gold-rolidi vicrundz'\,,rnzig,macht Gold-srlidi 24, netl.o uDd diese rerdc ich, mit Gott, ._. $ennich hinunterkonme, dir znr verfügulg stellen... und (ich bin €inver-standen, Nie) es vorliegt (?).Durch mich, Sansnös, urde es geschrieben m llonat phaophi (?)5 (?), Indiktion(sjahr) 4.'1. Nach ?,.i vielleicht ein durchgestrichener uchstabe. ?d,a-,, isreinigerniassen icher gl. Ösian n -B/lU 3;0. - rapd fchtt, vie in rt-len gdechischen Schuldurkunden us der Hand des Smsnös. oseist auch Gläubigo ir\ BGU 795. 796. 797 (durch{egs mit dem Titelpd,loploq) und in Te{t 2.2. Nach Xprooi vielleicht ein durctlgestdchener uchstabe.3,5. UblicherNeise chreibt Sansnös ai aa67a ([.xalp@€ Ua) tu-pdoFfu 6oL (wobei egelnässig in oder mehrere Etementc r.tüntichausgerassen erden), hie. dagegen apdo'td) 6aL. Auch lehlt hier of-iensichtlieh las sonst gebrauchte ztjrat pot).4qaiqq Mt den nichtrollständig csbaren adienkann ch venig anlangen:mit allem Vorbehattsel ii. Z.4 vorgeschlagcn: b tiq... (ortsnane); "J. iä.u xauap-pbou tä 4ayparcla too (aÄU 360).?. Das Zeichen echts st ein (nach nR{LL, a.a.O., S. 7) hejdrischesoqpEiot \rie die in .K.dll I enth.ltenetl8. Sansn6s st Schreüer der griechischcn rkunden 1l.all I. III G.unten), EGU 795. 796. 797 und dq koptischen Urkunden l]l(U 350.3i9. Ja .Text 2.P. B'rot,8S;8: edFr. tüne:0 fm. Br,ile 26 n. Dp' trhäitüags-zustand entspricht dem von Text 1.Der Inhalt: Zwei Schuldbestätigungen ber 8 und 11 Gold-sotidiin nubischer Wä1 ung. Es ist dabei nicht klar, ob der Betrag von11 srlidi in der zNcitcn, sicherüch päter hinzugelügten rklämng dieerstgenannten rolidi bereits enthält, oder ob beide Betdge zu ad-di€ren sind. Im ersten Fatl (\rcnn der Schuldner nul veiterc 3 so-lidi geliehen hat.) Nürde man erRart€n, dass die erste Erklärung un-gritrig gemacht 1\'äre, m zNeiien Fall (bei einer neuerlich€tr {ufnümeron 11 rolidt) Il'äre die Angabe der cesamtsumme ü emarten (vel. 128  Blitl 359, wo zusätzlich zu 2113 saiidi ein solidus aufgenonulen$ird, ünd wo der endgültige Betrag dann in einem i(i'erdi xpOoatt1)ap'opdala) y// zusammengetassL sl). Sch*erer als das Fehiendieser Angabe riegt jedoch, dass die erste Bestätigung nicht ungül-tig gemacht sl, es sind also i'ohl beide Beträge zu addieren 19 soridi). I t +'cQ Enyu€ir.D'Qot - - - -i/a 6a, , 'i /"tai uoü v'opä.-l No'PdplrnJ ;;*"1 ,"t,;"i;,; :riy ,' ini , ,t',ö;; "] ,"ö;" t,aa/iy 99'. otötot Bo ).4A.i4: xa; ora'ri ttot,i's. tpöz\",ra,t öi ipä tJt.oozöpoa 7pcitp4rQ' ny, *iu -Ao ryl .. . .. . .p- - - -6pü.oynt lyo ü' f1 Ztlpi. pov xeppd-mt Noupapnat i- .1,a1€ xarooiroptoptizn Eüexc'lll xpl "v n p,hax,:ti ca6'ea mpl€o oor ön,izar PaLlq9Ei:tqcxai ototyei pot ö)s [|'aöx(€Lr,1L)* öt ipo6 lrcoxdpoo Eyp,iEI10 L. .lfEeLi, 2, aaqd doü. - 5. lpai. 6. xöy.rti. aDem Eiyeti,ose... (ich erkläre,) ich hnbe (voII) dh in meiner Handan nubischen Münzen Gold-srlidi acht, macht Gold-solidj 8, netto;und di€se werde ich dir zur Verfügung stetlen, sobald du es willst,und ich biD €inverstanden, vie es vorliegt.Durch mieh, Dioskoros, .i'urde es geschrieben.Dem siy€,t. Ösc... ch erkläre, ich habe in mejner Hand an nübischenMünzen... Go]d-.rolidi elf, macht Gold-sdlidi 11 ' 'rsw. (wie oben).1. Zum ctäubigcr ose s. oben, Tclt 1. - Das Fehtende st siche.lichidentisch mit dem von Z. 6 und hat $ohl dcn Namen des Schuldnersenthalten. Entsprechend Z. 7 ist am Eat)e wohl ötlotoyi) zu ergänzen.2. Nach JZo $ohl ein durchgestrichen€r Bu.hstabe. "Eya rcr er-inned sehr an semitischen Sprachgebrauch, $ie arrnisch 4layJd.-.ra.ftd ich habe zu Lasten... zu deinen Gunsten'. Kepp&ot No$apnotist nach ZZ. ?. 8 eindeutig. Damit ergibt sich dieselbe Lesung auchIür -('dll III G. unien). rvo"pdptTqq ist einc bishcr unb.kannte AdjeL-tiviorn zu ^fo( )Pdö€6; beides geht $ohl aut ein €inheinisches nüödq zurück (niii retrollexcn d. das bald als d, bald als. gehört wurde). Kulturgescliichtlicli interessent ist dje Existenz einQ eigenen nubischen 129
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