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Wirksame Ausbildungen entwerfen: Das Modell der konkreten Kompetenzen

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Wenn eine Berufsausbildung funktionieren soll, dann müssen sich Ausbildung und Berufsalltag aufeinander beziehen. Das klingt trivial, ist aber nicht immer einfach zu erreichen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Beschreibung der
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  Hansruedi Kaiser mit einem Beitrag von Gertrud Hundenbornund Roland Brühe Wirksame Ausbildungenentwerfen Das Modell der Konkreten Kompetenzen  Dank Mein Dank gilt allen, die aktiv dazu beigetragen haben, dass aus abstraktenKonzepten konkrete Kompetenzen geworden sind. Insbesondere sind diesBeat Keller, Monika Beck, Stefan Knoth, Petra Dietle und das ganze Bil-dungszentrum für Gesundheitsberufe des Kantons Solothurn.Hansruedi KaiserIm März 2005  Vorwort Lehrpläne dienen der Selektion, der didaktischen Anordnung und der Über-prüfung von Ausbildungsinhalten. Insofern gehören sie zu den wichtigstenInstrumenten der Steuerung von Bildungsprozessen und dies obzwar in denletzten Jahren diese Funktion verschiedentlich in Frage gestellt worden ist.Damit ist auch ihre Revision eine der permanenten Aufgaben der Schul-administration, gewissermassen ein Dauergeschäft, das zur Zeit auch dieBerufsbildung systematisch erfasst, zumal das neue, 2004 in Kraft getreteneBerufsbildungsgesetz, zur Neukonzipierung der Ausbildungsbasis aller inder Schweiz ausgeübten Berufe verpflichtet. Hansruedi Kaiser hat ein Buchverfasst, das sich gerade als eine Wegleitung zur Entwicklung von Bildungs-gängen präsentiert und insofern optimal in den aktuellen Horizont einfügt.Der Zeitpunkt der Publikation ist aber auch deswegen interessant, weil dasletzte Jahrzehnt mit dem starken Aufkommen der sogenannten Output-Steuerung eine keineswegs «lehrplanfreundliche» Tendenz markiert hat.Demnach soll die Qualität der Bildung nicht mehr durch den Input  , d. h. ebendurch Lehrpläne, durch gute Ausbildung der Lehrkräfte oder gute Unter-richtsbedingungen gemäss einer verwurzelten europäischen Tradition,sondern vielmehr durch das Messen der Resultate, durch Benchmarking undsystematische nationale und internationale Erhebungen gesichert werden.Mit dem Modell der Konkreten Kompetenzen liegt ein Verfahren zur Kon-struktion von Berufscurricula vor, das unmittelbar aufzuzeigen vermag, wiedie Sicherung von Wirksamkeit und Qualität von Ausbildungsgängen eineskreislaufförmigen Prozesses bedarf, der bei einer sorgfältigen und systema-tischen Analyse des Berufsfeldes ansetzt, um im konkreten Unterricht zumAbschluss zu kommen. Besagte Analyse erfolgt durch das Aufspüren vontypischen, für den Beruf repräsentativen Situationen, die gleichzeitig alsBasis für die Definition der zu erlernenden Kompetenzen und als Bezugs-rahmen für die Ausgestaltung der Lernprozesse gilt. So kann eine impliziteAussage verdeutlicht werden: Die Erneuerung der Ausbildung und dieSicherung ihrer Qualität hat gleichermassen beim Input  und beim Output  anzusetzen, die Vermittlung von Eingang- und Ausgangsfaktoren wird zumSchlüssel für eine erfolgreiche Steuerung von Bildungsgängen.H. Kaiser lässt eine mehrjährige Erfahrung in der Konstruktion von Aus-bildungsgängen in dieses Buch einfliessen. Das Resultat ist insofern srcinell,als es sich als Trilogie präsentiert, welche gezielt beim handbuchartigen,praktisch orientierten ersten Kapitel ansetzt. Darauf folgen zahlreiche Bei-spiele von unterschiedlich Ausbildungsgängen, die die Flexibilität des Ver- Vorwort 5  fahrens dokumentieren. Den Abschluss bildet ein hilfreiches Glossar und vorallem eine Auseinandersetzung mit einigen grundlegenden Begriffen. Diesegeben zwar keinen geschlossenen Theorierahmen ab und können insoferneinem gewissen Eklektizismus nicht entgehen, dafür stehen sie in einemdirekten und konsequenten Bezug zu den Knotenpunkten des Modells undleisten damit eine für die Leserschaft durch einen systematischen Verweis-apparat erleichterte, nachvollziehbare theoretische Legitimierung.Einer besonderen Erwähnung bedarf der Kompetenzbegriff, denn erbildet das Rückgrat des Modells. Curriculumtechnisch gilt es, ausgehend vonden repräsentativen Berufssituationen, jene Kompetenzen zu identifizieren,welche zur erfolgreichen Bewältigung eben jener Situationen befähigen. DaKompetenzen eine Abstraktion sind und in concreto immer nur situations-gebunden existieren können, müssen primär die Ressourcen angeeignetwerden, welche das Potenzial zum kompetenten Verhalten abgeben. Zudiesen Ressourcen gehören Grundwissen ebenso wie routinemässige Hand-lungsstrukturen oder situative Kenntnisse. Vergeblich wird man nach Fach-,Methoden- oder Sozialkompetenzen Ausschau halten, denn in durchauskonsensfähiger kritischer Absicht, wird diesen eine isolierte, nicht kontext-gebundene Existenzberechtigung abgesprochen. Dafür erfährt ein integrie-render Kompetenzbegriff eine deutliche Aufwertung, was der stagnieren-den deutschsprachigen Debatte um die Kompetenzen im pädagogischenBereich durchaus zuträglich sein wird.Gianni GhislaLeiter der Abteilung F&E am SIBP LuganoIm März 2005 Vorwort 6  Inhaltverzeichnis Teil A: Praktisches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91Drei Schritte zum Ziel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112Welche Art von Wissen muss am Ende einer Ausbildung stehen?. . . 143Beschreibung des Berufsfeldes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184Festlegung der Ausbildungsziele. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235Aufbau der Ausbildung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Teil B: Beispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 476Kursmodul «Pädagogische Fördermassnahmen». . . . . . . . . . . . . . . . . 497Berufsbildnerkurs. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 708Fachangestellte Gesundheit – eine berufliche Grundausbildung. . . . 829Diplomausbildung in Pflege. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10010Kompetenzorientiertes Curriculum für eine Pflegeausbildung mitgeneralistischer Ausrichtung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11611Kinderbetreuung – eine weitere berufliche Grundausbildung. . . . . 12912Die Situationen-Ressourcen-Tabelle im mathbu.ch. . . . . . . . . . . . . . . 135 Teil C: Hintergründiges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13913Glossar. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14114Wissenstheorie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14515Situationsbeschreibungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15716Ressourcen und Kompetenzen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16417Selbstevaluation und Fremdevaluation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16818Ein Modell des Kompetenzaufbaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17319Modultypen – Gefässe für das Lernen in der Schule. . . . . . . . . . . . . . 179Literatur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191Verzeichnis der Figuren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194 Inhaltsverzeichnis 7
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