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Darstellungen der manumissione vindicta im Hypogaeum Aurelier in Rom

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Die Bedeutung der Fresken in dem seit fast 100 Jahren bekannten Hypogäum der Aurelier in Rom, das auf 220–230 n. Chr. datiert ist, wird in der archäologischen Literatur noch immer viel diskutiert. Man streitet sich vor allem darüber, ob sie heidnisch
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  BOREAS MÜNSTERSCHE BEITRÄGE ZUR ARCHÄOLOGIE Begründet von Werner Fuchs Herausgegeben von Hugo Brandenburg, Dieter Korol, Dieter Salzmann,Magdalene Söldner, Klaus StählerRedaktion: Holger SchwarzerBand 35Münster 2012  Gedruckt mit Unterstützung durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Abteilung Kulturpfege und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen BOREAS - Münstersche Beiträge zur Archäologie 35, 2012 Herausgeber: Hugo Brandenburg, Dieter Korol, Dieter Salzmann, Magdalene Söldner, Klaus StählerRedaktion: Holger Schwarzer unter Mitarbeit von Julia Arnkens, Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie/Archäologisches Museum, Domplatz 20–22, 48143 MünsterZu beziehen durch: Scriptorium, Trappweg 12, 34431 Marsberg/Padberg. Telefon: 02991-908773, Fax 02991-908774, Email: Scriptorium@t-online.de, Internet: www.scriptorium-muenster.deAustauschangebote sind zu richten an die Herausgeber des Boreas, Institut für Klassische Archäologie undChristliche Archäologie/Archäologisches Museum, Domplatz 20–22, 48143 MünsterEmail: inst.arch@uni-muenster.de  INHALTSVERZEICHNIS András Patay-Horváth Die Baukosten des Zeustempels von Olympia .............................................. 1 Antje Krug Doktorspiele? – Der Aryballos Peytel .................................................... 11 Klaus Stähler Ein Kunstwerk aus Apulien. Der Volutenkrater Berlin Inv. 1984, 45 .......................... 23 Maria Deoudi – Athanasia Tsoka Lampen aus dem spätklassisch-hellenistischen Hausbefund »Ochthos« aus Maroneia ......... 37 Elżbieta Jastrz ȩ bowska Darstellungen der manumissione vindicta im Hypogäum der Aurelier in Rom  ................ 53 Klaus Fittschen Lesefrüchte IV ........................................................................ 65 Mathias René Hofter Porträt und Protest. Zur Geschichte eines Paradigmas .................................... 81  Jean-Michel Spieser Bildprogramm und Raumerlebnis in frühchristlichen und byzantinischen Kirchen ........... 97Aus Westfalen Matthias Joachim Bensch u. a. Die attisch-schwarzfgurigen Lekythoi im Archäologischen Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ........................................ 115 Kai-Michael Meyer – Torben Schreiber Keltendarstellungen im Archäologischen Museumder Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ........................................ 139  IV Michael Grünbart Magisches aus Münster – Ein Siegel Salomons im Archäologischen Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität ................................................ 169Adressen der Autorinnen und Autoren ................................................. 173Hinweise für Autorinnen und Autoren .................................................. 175Tafeln I NHALTSVERZEICHNIS  ElżbiEta Jastrz ę bowska Darstellungen der manumissione vindicta im Hypogäum der Aurelier in Rom ZUSAMMENFASSUNG Die Bedeutung der Fresken in dem seit fast 100 Jahren bekannten Hypogäum der Aurelier in Rom, das auf 220–230 n. Chr. datiert ist, wird in der archäologischen Literatur noch immer viel diskutiert. Man streitet sich vor allem darüber, ob sie heidnisch oder christlich interpretiert werden dürfen und ob die Besitzer dieses unterirdischen Grabes Heiden, Gnostiker, Christen oder christliche Häretiker waren. Die aus der im Hypogäum erhaltenen Grabinschrift bekannte Verstorbenen-gruppe der Aurelii hätte zusammen mit ihren fratres und colliberti am wahrscheinlichsten ein collegium funeratitium gebildet, das aus einer Gruppe der Freigelassenen entstanden sei, weil die Fresken in beiden Kammern des Hypogäums, laut der neuen Interpretation der Autorin, u. a. auch die Szenen der Freilassung durch manumissione vindicta darstellen würden, was auch die Bedeutung des Terminus von colliberti in der Grabinschrift zu verstehen ermöglicht. SCHLAGWORTE Hypogäum, Aurelier, collegium, Freilassung, manumissione vindicta Das Hypogäum der Aurelier ist eines der wenigen Monumente Roms, das durch seine Lage (inner-halb der Aurelianischen Mauern), das nomen Aurelius und die severischen Ziegelstempel (aus sei-nem oberirdischen Bau) sowie durch den nicht so ganz präzisen Stil seiner Malerei zweifellos auf etwa 220–230 n. Chr. datiert wird 1 . Aber noch immer gibt es keinen Konsens unter den Gelehrten, wer die durch die Grabinschrift ausgewiesenen Aurelii waren. Diese Ungewissheit ist vor allem durch die Interpretation der Wandfresken begründet, die das Hypogäum schmücken. Seit der Ent-deckung des Hypogäums im Jahre 1919 wird bis zum heutigen Tag diskutiert, ob die Besitzer dieses unterirdischen Grabes Heiden, Gnostiker, Christen oder christliche Häretiker waren 2 . Die letzte veröentlichung der Ergebnisse der jüngsten konseratorischen Arbeiten, die auch den Stand der Forschung zur Dekoration einschließt, veranlasst mich, eine neue, grundlegend andere Deutung 1  Bisconti 1998, 89–92; Tommasi 2011, 71–80; Gioagnoli 2011, 230 f. 2  vgl. or allem: Bendinelli 1923, 291–519; Paribeni 1921, 97–104; Wilpert 1924, 1–42; Mingazzini 1942–1943, 355–369; Cecchelli 1944, 3–119; Carcopino 1956, 85–156; Himmelmann 1975, 7–26; Bisconti 1985, 889–903; Grassigli 2002, 405–417; Bisconti 2004, 13–38.
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