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Die (Psycho-)Macht des Therapeutischen und die Optionalisierung des Handelns

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In der Neuzeit wird das Individuum Adressat von therapeutischen Interventionen, die explizit darauf abzielen, es in Produktions-und Reproduktionsverhältnisse ein-zupassen. Andere, gegenkulturell codierte Praktiken versprechen eine Emanzipa tion aus
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  Die (Psycho-)Macht des Therapeutischen und die Optionalisierung des Handelns Boris Traue und Lisa Pfahl In der Neuzeit wird das Individuum Adressat von therapeutischen Interventionen, die explizit darau abzielen, es in Produktions- und Reproduktionsverhältnisse ein-zupassen. Andere, gegenkulturell codierte Praktiken versprechen eine Emanzipa tion aus dem Zwangscharakter solcher Verhältnisse. Die Psychotherapien beanspruchen – in ihren verschiedenen Ausprägungen – die eine oder andere Leistung, und manch-mal beides gleichzeitig. Die Terapeutiken der Psyche und der Seele sind seit Ein-setzen ihres Diskurses im 􀀱􀀸. Jahrhundert (Rose 􀀱􀀹􀀸􀀹, 􀀱􀀹􀀹􀀸; raue 􀀲􀀰􀀱􀀰a) nicht au Grenzsituationen des Lebens beschränkt. Sie sind ständige Begleiter im Alltag, in Form persönlicher Begleitung und Betreuung, aber auch in Form von individueller und kollektiver Selbsthile. Die therapeutischen Wissensormen gehen in Identitäts-bestände ein und prägen Handlungsähigkeiten.Die Beschreibung dieser Wissensormen ist methodologisch anspruchsvoll, inso-ern die Wissensbestände der Terapeutik längst in das Alltagswissen eingegangen und damit selbstverständlich geworden sind. Das Vokabular der Psychoanalyse (Ver-drängen), der humanistischen Terapie (im Hier und Jetzt) und des Coaching sind ebenso Bestandteile von Alltagskommunikation wie die Psychoanalytiker Woody Allens und die Behandlung des Mafiosi ony Soprano Eingang in das kollektive visu-elle Gedächtnis geunden haben. Eine historische Herangehensweise, die diskursive Formationen der Terapeutik in ihrer Gewordenheit rekonstruiert und ihre sozial-strukturellen Bestandsbedingungen beschreibt, erlaubt es, die Auseinandersetzung mit therapeutischen Praktiken weder deskriptiv, d. h. vom Standpunkt des Alltags-wissens, noch apriorisch normativ, d. h. im Vergleich mit gesetzten ethischen oder moralischen Standards, sondern als historische Dekonstruktion ihrer Entstehungs- und Bestandsbedingungen zu ühren.Dabei soll die Produktivität der Beratung als Macht- und Beähigungsorm her-ausgearbeitet werden. Diese Perspektive steht in Ergänzung und teilweise in Wider-spruch zu anderen sozialwissenschafliche Problematisierungen von Terapie und Beratung, die ein mögliches Übergewicht der Beratungsinstanz als Restriktion oder R. Anhorn, M. Balzereit (Hrsg.),  Handbuch Therapeutisierung und Soziale Arbeit, Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit 23, DOI 10.1007/978-3-658-10870-0_4,© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016  250Boris Traue und Lisa Pfahl Repression in der Präsentation der jeweils eigenen Problemsicht von Klientinnen und Klienten konstatieren – und daher vor allem Gesprächsstrukturen beschreiben, die die Klienten mehr oder weniger zur Artikulation ihrer Problemsicht ermutigen (Kallmeyer und Schmidt 􀀱􀀹􀀹􀀶; Kallmeyer 􀀲􀀰􀀰􀀰). Die systemtheoretische Forschungs-literatur zu Psychotherapie und Beratung betont dagegen stärker affirmativ die Funktionalität von Beratung (vgl. Fuchs und Pankoke 􀀱􀀹􀀹􀀴; Schützeichel 􀀲􀀰􀀰􀀴). In wissenssoziologischen und diskursanalytischen Untersuchungen, zu denen der vor-liegende ext beiträgt, steht die Form therapeutischen Wissens und die › Produktivität der Macht ‹ der therapeutischen Diskurse im Vordergrund.Inspiriert und angeleitet ist diese Forschungsstrategie insbesondere durch die Wissenssoziologie und die Gouvernementality Studies󰀱 (vgl. Foucault 􀀲􀀰􀀰􀀴; Burchell und Miller 􀀱􀀹􀀹􀀱; Miller und Rose 􀀱􀀹􀀹􀀴; Bröckling, Krasmann und Lemke 􀀲􀀰􀀰􀀰). In der wissenssoziologischen Perspektive steht das Verhältnis zwischen Wissen und So-zialstruktur im Mittelpunkt. In der neueren Wissenssoziologie ist dieses Verhältnis als durch Handeln Vermitteltes gedacht. Wissen entsteht dabei durch das Aueinan-dertreffen von Handlungen und Handlungsormen in medial vermittelten Interak-tionszusammenhängen. Die gouvernementalitätstheoretische Perspektive zielt darau ab, Berührungspunkte zwischen der Führung (bzw. › Regierung ‹) von Bevölkerun-gen und der Lebensührung der Individuen zu beschreiben. Die von Michel Foucault am Beispiel des Neoliberalismus und Ordoliberalismus des 􀀲􀀰. Jahrhunderts empi-risch erorschte Hypothese der Verschränkung von Führung und Selbstührung zu einer › Führung der Führung ‹ (Foucault 􀀱􀀹􀀸􀀷) soll ür den empirischen Fall der per-sonenbezogenen Terapie- und Beratungsormen verolgt werden. Ausgehend von der Diagnose, dass die Ausweitung therapeutischer Interventionen und die Verbrei-tung therapeutischer Selbstdeutungen ein Kennzeichen des 􀀲􀀰. Jahrhunderts darstellt, wollen wir vielmehr die Frage stellen, welche individuellen und kollektiven Hand-lungsmöglichkeiten in der Beratung konstruiert werden.Ausgangspunkt ist die Annahme, dass es sich bei den Diskursen und Praktiken der Terapeutik um eine Machtorm handelt, bei der unter Einsatz von Krisentech-niken eine veränderte Selbstmodellierung von Individuen und Selbstreglierung gan-zer Bevölkerungsgruppen angeleitet werden soll. Anders als bei der Bio-Macht, die in den Sozialwissenschafen auch als Verwissenschaflichung der Lebensührung be-schrieben wurde (Oevermann 􀀱􀀹􀀸􀀵; Ehrenberg 􀀲􀀰􀀰􀀸; raue 􀀲􀀰􀀱􀀰a; Weber 􀀱􀀹􀀶􀀹) und die begriff lich die (Selbst-)Regierung der biologischen Prozesse und das Recht au Leben und Sterben umasst, kann hier auch von einer Psycho-Macht gesprochen wer-den kann (Stiegler 􀀲􀀰􀀰􀀹). 1 Vgl. Foucaults Vorlesungen: Geschichte der Gouvernementalität I. Sicherheit, erritorium, Bevöl-kerung. Vorlesung am Collège de France 􀀱􀀹􀀷􀀷 – 􀀱􀀹􀀷􀀸; außerdem ür die jüngere angelsächsische Gou- vernementalitätsorschung Burchell et al.: Te Foucault Effect. Studies in Governmentality, und Rose, Nikolas: Inventing our selves. Psychology, Power, and Personhood. Zur deutschsprachigen Re-zeption der Gouvernementalitätsvorlesungen siehe Bröckling et al.: Gouvernementalität der Gegen-wart. Studien zur Ökonomisierung des Sozialen.  Die (Psycho-)Macht des Therapeutischen und die Optionalisierung des Handelns251 Zwischen (Psycho-)Terapie und Beratung wird im Folgenden nicht kategorisch unterschieden, da wir davon ausgehen, dass beide Wissens- und Kommunikations-ormen ihren Ursprung im Entstehungsherd des psychologischen Denkens haben und sich im Verlau des 􀀲􀀰. Jahrhunderts so sehr gegenseitig beein󿬂ussen, dass die Unterscheidung zwischen beiden vor allem ein Produkt der jeweiligen berulichen Felder darstellt. Unterschiede in der institutionellen, rechtlichen und organisationel-len Rahmung sind dabei selbstverständlich vorhanden, stehen hier aber nicht im Vor-dergrund.Der Einsetzpunkt der Analyse der therapeutischen echniken und therapeutischen Dispositive, den die an Foucault anschließenden Gouvernementalitätsanalysen or-muliert haben, lautet im Wesentlichen, dass das therapeutische Wissen im Rahmen kapitalistischer und insbesondere neoliberaler Verhältnisse au eine paradoxe, weil mit der Kategorie der Freiheit argumentierende Anpassung des Individuums an sol-che Verhältnisse hinwirkt und zu ihrer Instititutionalisierung beiträgt. Die Terapeu-tisierung bewirkt dies, so unsere Vermutung, indem sie den Subjekten echniken der Problembewältigung und Selbstbearbeitung anbietet, die vor allem dazu dienen, sich in die ökonomischen Verhältnisse einzuarbeiten. Die glücksversprechende Arbeit an sich wäre somit ein mißrepräsentiertes sich » Einarbeiten in die Verhältnisse « (vgl. Engel 􀀲􀀰􀀰􀀸).Wir teilen die Stoßrichtung dieser Kritik, möchten sie aber in Richtung einer Ana-lyse von therapeutischen echniken und Praktiken verschieben, deren Wirkungen sehr viel stärker von den Bedingungen ihrer Implementation abhängt als dies in der ersten (Foucaultschen) und zweiten (von Nikolas Rose, Peter Miller initiierten) Fas-sung von Gouvernementalitätsanalysen berücksichtigt wird.Wir setzen mit der Tese ein, dass sich die Terapeutik vor allem als techné der Zeit beschreiben lässt, die nicht-therapeutische Zeitperspektiven und soziale Abläu-e nutzbar macht und dadurch zugleich erweitert, und dass genau diese Erweiterung paradoxerweise eine Einschränkung intersubjektiver und kollektiver Handlungsor-men darstellen kann: Der Beitrag der Terapeutik zur Stabilisierung und Destabili-sierung sozialer Prozesse und Kon󿬂ikte lässt sich anhand ihrer Politik der Zeit unter-suchen. Im Folgenden werden die therapeutischen Selbsttechniken als echniken der Zeitgestaltung und Einbindung des Fühlens beschrieben. Dazu gehen wir in einem ersten Schritt au die echniken und Politiken der Zeit in unterschiedlichen thera-peutischen Dispositiven ein: Psychoanalyse, humanistische Terapien, Coaching. In einem zweiten Schritt wird der Begriff der Optionalisierung eingeührt, der die Kon-struktion von Handlungsmöglichkeiten im Rahmen gegenwärtiger therapeutischer Dispositive beschreibt. In einem dritten Schritt werden die Konsequenzen der thera-peutischen Optionalisierung diskutiert.  252Boris Traue und Lisa Pfahl 1 Zur Genealogie therapeutischer Subjektivierungsformen: Politiken der Zeit und der Gefühle Eine Untersuchung der Problematisierungsormen der Beratung ist wie bereits er-wähnt mit dem Problem konrontiert, dass es sich um die Analyse von Wissensor-men handelt, die keinesalls › remd ‹, sondern zutiest alltäglich und vertraut sind. Die Schwierigkeit liegt darin, zwischen einer teilnehmenden Perspektive, die die his-torische Besonderheit dieser Wissensormen verehlen muss, und einer Beobach-terperspektive, die die beschriebenen Phänomene deskriptiv, ideologiekritisch oder unktionsanalytisch subsumiert, hindurch zu steuern. Beobachterperspektive und eilnehmerperspektive sollen in der Untersuchung in einen Dialog gebracht werden. Dadurch wird es möglich, die › leidenschafliche Verhafung ‹ (Butler 􀀱􀀹􀀹􀀷) an die Ideale der Selbstverbesserung und der Lebenskünste der Beratung zu thematisieren und zugleich eine Distanz zu den Imperativen der Beratung herzustellen. Augabe einer Beschreibung und Kritik der › Selbstdeutungs- und Selbstmodellierungsvorga-ben ‹ (Bröckling 􀀲􀀰􀀰􀀷) sollte sein, das Verhafet sein der Subjekte an die Unterwer-ungsormen und Ich-Ideale verständlich zu machen und zugleich zu erklären, wie die Interaktionsordnung und Sozialstruktur der Gegenwart die subjektivierenden Wissensormen begünstigt und hervorbringt.Terapeutik ist die diskursive Form, in der Alltagswissen als Nichtwissen  bzw. Noch-nicht-Wissen und Noch-nicht-Können problematisiert wird (vgl. raue 􀀲􀀰􀀱􀀰a, S. 􀀲􀀹 ). Das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen wird in diskursiven Konstruk-tionen von Gegenständen der Beratung repräsentiert (z. B. Motivation, Ziele, Visio-nen), die au Erahrungen von Klienten verweisen, an denen noch andere Parteien Interesse zeigen können (z. B. Personalmanager) und ür die ein Experte Zuständig-keit beansprucht. In der Beratungskommunikation werden Handlungsstrategien an-geboten, die das Geälle zwischen dem Sonderwissen der Beratungsproessionellen und dem als Nichtwissen gerahmten Alltagswissen der Klienten vermindern sollen. Das Individuum wird in diesen Praktiken zugleich ermächtigt, indem es sich in Be-zug au sich selbst expertisiert und › proletarisiert ‹, indem seine Lebenskünste ratio-nal überormt und systematisiert werden. Bestimmungen des Nichtwissens beziehen ihre Objektivitätsansprüche und ihre Gegenstandsbereich dabei aus der historischen Situation, in der sie artikuliert werden, und variieren mit ihr. Die therapeutischen Selbsttechniken setzen an der Modifizierung der individuellen Zeitperspektive an. Die Zeitperspektive der Beratung und des Coaching unterscheidet sich von den typi-schen Zeitperspektiven der Psychoanalyse und der humanistischen Terapien. Auch hinsichtlich der techné der Zeit können wir also nicht von einer Einheitlichkeit des Terapeutischen sprechen, sondern müssen die Geschichtlichkeit der Terapie be-rücksichtigen.In der Psychoanalyse wird vor allem die Vergangenheit hinsichtlich ihres bestim-menden Ein󿬂usses au die Gegenwart und über die Gegenwart des riebschicksals hinsichtlich ihres Ein󿬂usses au die Zukunf thematisiert. Die psychoanalytische Er-  Die (Psycho-)Macht des Therapeutischen und die Optionalisierung des Handelns253 innerung dient dazu, die Wiederholung der Vergangenheit, den › Wiederholungs-zwang ‹ zu durchbrechen, indem Erahrungen durchgearbeitet werden. Die Ambiva-lenzen der traumatischen Erinnerung sollen in der Redekur als Kon󿬂ikte thematisiert und durch die Terapie in eine einigermaßen kohärente Lebensgeschichte umge-schrieben werden. Die Psychoanalyse gibt sich die Augabe, diesen Schreibprozess anzuleiten (vgl. raue 􀀲􀀰􀀱􀀰a, S. 􀀱􀀲􀀹 .). Der psychoanalytische Diskurs mit seiner Se-mantik des Zwangs, der Wiederholung und des Kon󿬂ikts schließt an ein breites Spek-trum geschichtsphilosophischer Entwüre an. Bei den Dissidenten der Psychoanalyse wie Wilhelm Reich und Otto Gross, sowie den Vertretern des Freudo-Marxismus, ist das Durcharbeiten von Abwehrmechanismen ja bekanntlich mit einer sozialreorme-rischen Perspektive verbunden.Im Gegensatz zur › Bewältigung ‹ der Vergangenheit im psychoanalytischen Durch-arbeiten ist der humanistische Gruppentherapeut Moderator der im » Hier und Jetzt « stattfindenden Erahrungen in der Gruppe. Die humanistischen Terapeutiken pro-pagieren nicht eine Anpassung an die Gesellschaf, sondern eine Anpassung an sich selbst. Schon in der humanistischen Gruppentherapie konnten neue Handlungsor-men experimentell erprobt werden (vgl. raue 􀀲􀀰􀀱􀀰a, S. 􀀱󰀳􀀸 .). Die humanistischen Terapien waren deshalb ür die sozialen Bewegungen seit den 􀀱􀀹􀀶􀀰er Jahren des-halb besonders attraktiv. Dem Terapeuten kommt damit die Position eines neutra-len Moderators zu, der aber auch eine Art sozialer Platzanweisung betreibt.Im Coaching und der Familie der systemischen Terapien ist die Aumerksamkeit dagegen prinzipiell au die Zukunf ausgerichtet. Dabei handelt es sich genauer um eine Art › Erinnerung an die Zukunf ‹, insoern die Zukunf als Fortsetzung der Ge-genwart begriffen wird, als Fortsetzung einer Gegenwart, deren Möglichkeiten (d. h. deren › Potentiale ‹, deren › Wachstumschancen ‹) realisiert werden sollen (vgl. raue 􀀲􀀰􀀱􀀰a, S. 􀀱􀀶􀀷 .). Genau in dieser linearen Verlängerung des Gegenwärtigen in die Zukunf liegt das Problem der gegenwärtigen Terapeutisierung des Sozialen. 2 Optionalisierung des Handelns Max Weber unterscheidet in seiner Begründung der soziologischen Handlungstheo-rie grundlegend traditionales und affektuelles von rationalem Handeln. Rationales Handeln nennt Weber ein Handeln, das er in Abgrenzung zum » dumpe[n], in der Richtung der einmal eingelebten Einstellung ablauende[n] Reagieren au gewohnte Reize « (Weber 􀀱􀀹􀀸􀀰, S. 􀀱􀀲) des traditionalen und des durch » aktuelle Affekte und Ge-ühlslagen « charakterisierte affektiven Handelns zu bestimmen sucht. Während das zweckrationale Handeln nun – als Idealtyp – dem Mittel-Zweck-Schema olgt und durch eine Minimierung der (kostspieligen) Mittel gekennzeichnet sei, scheut der wertrational handelnde Mensch keinen Auwand, wenn es den » Eigenwert « (ebd.) eines Ziels einzulösen gilt. Das Erreichen zukünfiger Zustände steht, wie bereits er-läutert, im Mittelpunkt der Innovationen des therapeutischen Wissens der zweiten
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